Das Jugendwerk Rietberg – seit über 50 Jahren „anders und besonders“.

1969 gründete Karl-Heinz Koch in dem alten Klostergebäude der Franziskaner von 1618 in Rietberg für über 60 Jungen, zumeist aus dem Ruhrgebiet, ein „anderes Heim“, in dem Kinder konsequent als eigenständige Individuen gesehen und entsprechend ihrem Entwicklungsstand und ihren Ressourcen gefördert wurden. 

Das ganze Jahr 2019 über wurde anlässlich des 50. Geburtstages mit tollen Aktionen, Ausstellungen und Konzerten, Besinnlichem und Fachlichem gezeigt, wie vielfältig, kreativ, „anders und besonders“ das Jugendwerk heutzutage ist. Viele Menschen, sowohl unsere Gäste als auch unsere Mitarbeiter*innen, waren besonders berührt, als sie die Kinder und Jugendlichen des Jugendwerks in zwei wunderbaren Zirkusvorstellungen erlebten. Einige Eindrücke davon finden Sie auch auf diesen Seiten. Zurzeit läuft noch im Klostergebäude die interessante Ausstellung „Zimmer mit Aussicht“.

Der junge Mensch mit seinen individuellen und elementaren Bedürfnissen steht nach wie vor im Mittelpunkt aller Aktivitäten im Jugendwerk Rietberg. Eltern- und Familienarbeit haben einen hohen Stellenwert. Wir bedienen uns sozial- und heilpädagogischer Methoden, halten eigene therapeutische Angebote vor und beziehen u. a. externe psychiatrische Beratung in unsere Arbeit ein.

Auf diesem Fundament hat sich mittlerweile eine moderne heilpädagogisch-therapeutische Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit vielen Standorten (in Trägerschaft der Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn gGmbH) mit über 170 Mitarbeiter*innen entwickelt. Unser Angebot besteht zurzeit aus

  • 99 stationären Plätzen in verschiedenen Wohn- und Betreuungsformen
  • ambulanten und teilstationären Hilfen in Form von Sozialpädagogischen Familienhilfen, schulbezogenen Hilfen zur Erziehung und Sozialen Gruppen

Eine Broschüre gibt Ihnen einen ersten Überblick über das Jugendwerk Rietberg. Sie zeigt:

Das Jugendwerk ist ein „visionärer Raum“, der ständig in Entwicklung ist und in dem alle Menschen – Bewohner*innen, Klienten*innen und Mitarbeiter*innen – ihre „persönlichen 100 Prozent“ entfalten dürfen und können.

Werfen Sie hier einen Blick in die Broschüre.

Corona-Pandemie belastet auch das Jugendwerk und seine Menschen

Nicht nur für die Heranwachsenden im Jugendwerk und deren Eltern wird Corona zur Belastungsprobe: Auch die Mitarbeiter*innen sehen sich derzeit mit immensen Herausforderungen konfrontiert. Mit jeder Woche wird es für alle anstrengender, etwa im stationären Bereich montags bis sonntags präsent und leistungsfähig zu sein, oder in der ambulanten Arbeit Kontaktmöglichkeiten aufrechtzuerhalten, die den Menschen Sicherheit und Unterstützung bieten. Dafür gilt es immer wieder, das eigene Privatleben mit seinen von dem Virus geschürten Sorgen und Ängsten in den Hintergrund zu stellen. Überdies gilt es, die diffizilen Strukturen der Einrichtung auch unter den erhöhten Sicherheitsauflagen aufrechtzuerhalten.

Somit bitten wir Sie alle, sollten Sie Kontakt mit uns im Jugendwerk haben, egal in welcher Form, um Ihre selbstverständliche Bereitschaft, alle erforderlichen Schutzmaßnahmen einzuhalten. An allen Orten gelten die AHA+L Regeln, und deren Einhaltung wird von allen eingefordert.

Wenn wir auf uns selbst und auf alle anderen gut aufpassen, dann werden wir gut durch diese großen Herausforderungen der Pandemie kommen. Vielen Dank!

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