Historie

Das Kloster

Das Franziskanerkloster wurde 1618 an einer Emsbiegung auf dem Gelände der alten Drostenburg errichtet. Das Kloster war eine Stiftung des Grafen Johann III. und seiner Gemahlin Sabina Katharina.

Die Franziskanermönche sollten nach 60 Jahren lutherischen Bekenntnisses die Bevölkerung zum katholischen Glauben zurückführen und diesen festigen.

Im Laufe der wechselvollen Geschichte wurde das Kloster mehrfach ausgeraubt und geplündert. Zu keinem Zeitpunkt nach seiner Gründung aber wurde das Kloster aufgelöst und hatte Bestand bis 1969.

Das Jugendwerk Rietberg

Am 15. September 1969 wurde das Kloster in einem Festakt dem Jugendwerk Rietberg übergeben und 60 männliche Kinder und Jugendliche zogen in das Gebäude ein. Der „Bund der deutschen katholischen Jugend“ (BDKJ) startete unter der Leitung des damaligen Jugendreferenten Karl-Heinz Koch die Initiative „Jugend für die Jugend“.

Die Pädagogik Father Flanagans (Boys Town, ) hatte ihn inspiriert, Kinder und Jugendliche möglichst individuell und mit einem Höchstmaß an Partizipation (Mitbestimmung: Jungenrat, gewählter Bürgermeister) zu erziehen. Außerdem war diese Aktion eine Antwort auf die immer mehr in Frage gestellten Formen der Heimerziehung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Ende der siebziger, Anfang der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begann das Jugendwerk Rietberg Außenwohngruppen in Häusern in der Umgebung Rietbergs zu errichten, um die Form des Zusammenlebens so familienähnlich wie möglich zu gestalten und ein hohes Maß an "Normalität" zu leben.

Im Laufe der Zeit hat sich das Jugendwerk Rietberg zu einer ausdifferenzierten Einrichtung der Erziehungshilfe entwickelt mit vielfältigen Angeboten im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich.

Die Trägerschaft geht 1978 an den „Verein für Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn e.V.“. Nach einer Rechtsformänderung im Jahre 2008 heißt der Träger nun „Jugendhilfe im Erzbistum Paderborn gemeinnützige GmbH“.